ATELIER ERWIN RIOS


KÜNSTLER  STATEMENT

 

Wenn ich nicht male, bin ich wie ein Löwe in Gefangenschaft, der nur einen Wunsch hat - in die Freiheit auszubrechen. Wenn ich male, begegne ich mir selbst und mein Unterbewusstsein spiegelt sich in den Farben und findet Ausdruck in den Bildern. Es ist für mich eine komplexe, anspruchsvolle Arbeit voller Emotionen. Ich betrachte es, kritisiere es, ich zerkratze es, überdecke es mit Acryl Schichten... ich zerstöre es, um letztendlich etwas zu schaffen, das sich als Ausdruck meines tiefsten Inneren herausstellt. Durch die Bilder kann ich mich und meine inneren Welten mitteilen..

 

Mir geht es um Themen die mich in meinem tiefsten Inneren berühren, wie Rassismus, Gleichberechtigung, Terror, Gewalt, Hunger, der enorme Einfluss der Wirtschaftsmächte auf wichtige Komponenten unseres Daseins u.a. auf unser Lebensraum, die Erde etc,...

 

Serie MOMENTE

Die Abholzung, die Überschwemmung, die Dürre… die Nachrichten prägen sich in meinem Unterbewusstsein ein und vermischen sich mit Fragen. Erinnerungen aus meiner Kindheit und Landschaften von heute... - werden sie morgen noch da sein? WIE werden sie sein?

 

Ich halte Momente, Stimmungen und Realität gemischt mit Fantasie fest; dies in Bewusstheit, dass nichts so ist wie es war und nichts so bleiben wird wie es ist. Die Vergangenheit tragen wir in unserer Erinnerung, die Zukunft in unserer Verantwortung. Wenn wir unseren Planeten weiter so behandeln wie bisher, wird unsere Zukunft nur noch aus Erinnerung bestehen...

 

Meine Botschaft ist, dass wir unseren Umgang mit der Natur, mit den Menschen, den Tieren... verändern müssen.

 

Serie QUO VADIS

Ein Thema das mir ganz besonders am Herzen liegt und in meiner Serie QUO VADIS Ausdruck findet, ist die unfreiwillige sowie freiwillige Migration (sei es politisch oder wirtschaftlich) und Integration im weitesten Sinne.

 

QUO VADIS ist gewidmet...

 

... an alle Menschen die dem Rassismus, Diskriminierung, Gewalt, Krieg, Hunger... ausgesetzt sind.

 

... an die Menschen, die sich auf die skrupellosen Schlepper einlassen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Frieden.

 

... an all die gelöschten Existenzen, verlorenen Hoffnungen... in den täglichen Tragödien.

 

Aber QUO VADIS spricht auch über diejenigen, die nach der Flucht ein neues Leben in Sicherheit und Geborgenheit beginnen können. Vom Schicksal begnadet, stehen sie vor einer neuen Herausforderung... sich in dem neuen, für manche von Grund auf unterschiedlichem kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund zurechtzufinden. Und hier beginnt der Kreis von vorne.

 

Ich möchte die Frage in den Raum stellen: Was kann unsere Gesellschaft tun, um allen Menschen zumindest ihre Grundrechte zu gewährleisten?

 

Und nicht zuletzt: Was kann jeder Einzelner tun...